Labor Fenner
 
   




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3. Bestimmung der HIV-Viruslast

Die quantitative Bestimmung von HIV-1 RNA aus Plasma ist der entscheidende Parameter, um prognostische Aussagen über den Verlauf der HIV-1 Infektion und den Effekt einer antiviralen Theapie machen zu können.

Etwa 5 % der HIV-1 Infizierten entwickeln ohne Therapie innerhalb von 3 Jahren das AIDS Vollbild (fast Progressors), während weitere 5 % auch nach über 15 Jahren noch ohne AIDS definierende Symptomatik sind (long term non-Progressors). Direkt verknüpft mit der Zugehörigkeit zu der einen oder anderen Gruppe ist die Anzahl der Virus RNA-Kopien pro ml Plasma in der Plateauphase der Infektion nach Serokonversion (Setpoint). Findet man bei der ersten Gruppe in der Regel Virus RNA Level von größer 50.000, so ist die zweite Gruppe meist durch RNA Level < 1000 Kopien/ml charakterisierbar.

Die mittlerweile große Anzahl verschiedener Medikamente und die konsequent angewandten Therapien für HIV-1 Infizierte haben in den letzten Jahren die Progression zum AIDS Vollbild selten werden lassen. Vermehrt treten allerdings Resistenzen gegenüber den verschiedenen antiretroviralen Medikamenten auf, welche sich in einem Wiederansteigen der Viruslast Werte zeigen.

In unserem Labor wird die PCR Technologie eingesetzt, die auf der exponentiellen Vermehrung eines definierten Abschnittes aus dem HIV-1 Genom basiert (Polymerase Kettenreaktion). Wir führen für den Cobas Amplicor HIV Monitor Test (Roche, www.roche-diagnostics.com/ba_rmd/rmd_products_virology_03.html) mit zwei in ihrer Sensitivität unterschiedlichen Präparationsmethoden durch. Im Standard Verfahren wird die HIV RNA aus 200 µl Plasma extrahiert und mit einer Nachweisgrenze von ca. 200-400 RNA/ml und einem Meßbereich bis ca. 750.000 RNA/ml nachgewiesen. Dieses Verfahren wird routinemäßig bei erstmaliger Erhebung der Viruslast oder bei bekannt hochpositiven Vorwerten angewendet.

Im UltraSensitive Verfahren wird je nach Vorwert mit 1,5 oder 0,5 ml Plasma gearbeitet und eine Sensitivität von 7-20 bzw. 20-50 RNA/ml erreicht. Hier liegt die obere Grenze der Meßbereiche allerdings bei ca. 33.000 bzw. 100.000 RNA/ml, so daß diese Verfahren nur bei erwartet niedriger Viruslast angewendet werden sollten.


 
 
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