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Mutationsanalyse bei Hämochromatose
Die angeborene Hämochromatose ist mit einer Inzidenz von 1:400 unter Nordeuropäern eine der häufigsten autosomal-rezessiv vererbten Stoffwechselstörungen. Eine lebenslang pathologisch gesteigerte Eisenresorption um das 2-4 fache führt zu einer vermehrten Eisenablagerung in der Leber und in anderen Organen und in der Folge zu deren Schädigung und Funktionseinschränkung (z.B. Leberzirrhose, Diabetes mellitus, Kardiomyopathien, Arthropathien). Die Krankheit manifestiert sich in der Regel ab dem 40. Lebensjahr. Frühsymptome wie Abgeschlagenheit, abdominelle Schmerzen und Arthralgien werden häufig zunächst nicht mit der Erkrankung assoziiert. Die Prävalenz der Erkrankung beträgt etwa 1:400 in der nordeuropäischen Bevölkerung und die Frequenz heterozygoter Anlageträger wird auf etwa 1:10 geschätzt. Klinische Relevanz Eine frühzeitige Diagnosestellung sichert den Patienten unter Therapie eine normale Lebenserwartung. Bislang standen zur Diagnosesicherung die biochemischen Parameter, die Leberbiopsie und das MRT zur Verfügung. Mit der Entdeckung des HFE-Gens konnten zwei für die Hämochromatose relevante Mutationen (C282Y u. H63D) in diesem Gen identifiziert werden. Bei etwa 90% der Patienten mit hereditärer Hämochromatose liegt die Mutation C282Y(Aminosäureaustausch von Cystein zu Tyrosin), in homozygoter Form vor und in etwa 4% der Fälle sind beide Mutationen (C282Y und H63D) in heterozygoter Form (sog. Compound-Heterozygotie) nachweisbar. Diagnostik Der molekulargenetische Test ermöglicht eine schnelle und sichere Identifizierung von Mutationsträgern und sollte insbesondere bei noch asymptomatischen Patienten durchgeführt werden. Mittels PCR und anschließender spezifischer Hybridisierung erfolgt der sichere Nachweis bzw. Ausschluß der Mutationen C282Y und H63D im HFE-Gen. Indikationen zur DNA-Diagnostik bei Hämochromatose
Untersuchungsmaterial 1-5 ml EDTA-Blut (kleines Blutbildröhrchen) / normaler Postversand möglich Literatur
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