Historie des Labors

Dr. Otto Fenner

1921 gründet Prof. Dr. Friedrich Graetz, Chefarzt des serologisch-mikrobiologischen Laboratoriums des Allgemeinen Krankenhauses Barmbek in Hamburg ein „Medizinisch diagnostisches Institut“.

1949 erkrankt Prof. Graetz an einer Tuberkulose und Dr. Otto Fenner führt das Labor seines ehemaligen Chefs anfangs in Vertretung weiter. Gleichzeitig ist er Leiter der Laboratorien und der Blutspendedienste des Allgemeinen Krankenhauses Rissen. Am 1. April 1950 erhält Dr. Otto Fenner die Kassenzulassung.

1965 beendet Dr. O. Fenner seine Tätigkeit als Chefarzt des Laboratoriums im Allgemeinen Krankenhaus Rissen und scheidet aus der Gesundheitsbehörde aus. Ab diesem Zeitpunkt werden die Spezialisierung des Laboratoriums in allen seinen Fachrichtungen sowie auch die Untersuchungen zur Prüfung von Lebensmitteln vorangetrieben. Die Praxis wird laufend um die modernsten Methoden erweitert und dehnt sich dementsprechend in der Bergstr. 14 räumlich aus.

1973 Aufbau der lebensmittel- und arzneimitttelhygienischen Abteilung zusammen mit Apotheker H. Reinicke.

1977 wird in den Praxisräumen zusammen mit Frau Dr. Westphal das erste private Laboratorium für zytogenetische Untersuchungen in Deutschland eingerichtet. Ebenso ensteht eines der ersten Laboratorien in Deutschland, das die Bestimmung von Tumormarkern in der Diagnostik einsetzt. Durch das berufspolitische Engagement von Dr. Otto Fenner werden im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge-untersuchungen die serologischen Parameter wie Blutgruppen- und Rh-Faktor-Bestimmung, Antikörpersuche und die Rötelndiagnostik in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen.

1978 tritt Dr. Claus Fenner (UKE) in die Praxis ein. Er erweitert das Labor um die Bereiche der klinischen Toxikologie mit Drogenscreening und umweltanalytischen Untersuchungen und veranlasste den Ausbau des RIA-Labors (Radio-Immuno-Assays) sowie die Gründung der Laborgemeinschaft City. Unter seiner Leitung wird die EDV etabliert. Seit 1984 ist Dr. C. Fenner verantwortlich für die Gesamtleitung des Laboratoriums.

1979 bis 1994 ist Frau Prof. H. Lennartz (Leiterin der Impfanstalt der Gesundheitsbehörde Hamburg) Mitglied der Gemeinschaftspraxis und baut die serologische Abteilung aus.

1982 tritt Dr. G. Klein (gest. 1996, ehem. Chefarzt des Labors des Kinderkrankenhaus Rothenburgsort) hinzu. Er übernimmt die mikrobiologische Diagnostik, führt die spezielle paediatrische Laboratoriumsmedizin ins Labor ein und erweitert diese Bereiche.

1987 wird Dr. Paul Bischoff (ehem. Chefarzt der Hämatologie und Blutbank AK Harburg) Mitglied der Gemeinschaftspraxis und führt den Ausbau der Immunhämatologie, Autoimmundiagnostik und speziellen Gerinnung durch.

1993 tritt Dr. Thomas Fenner (Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin) bei und führt neben dem Ausbau der Umweltmedizin und der tropenmedizinischen Diagnostik die Polymerase Kettenreaktion (PCR) zum Erregernachweis ein.

1994 wird das älteste Labor des Hamburger Raumes von Frau Dr. G. Müller (gegründet von Dr. Bontemps) mit dem Labor Dr. Fenner zusammengeführt.

1995 erfolgt die Gründung des Zentrums für Tumormarker in Diagnostik und Therapie (ZeTDT) durch Dr. Claus Fenner und Prof. R. Klapdor in den Praxisräumen.

1996 wird die Praxisgemeinschaft mit dem Facharzt für Pathologie Dr. Thilo Hartmann (Oberarzt der Pathologie AK Harburg) in der Bergstr. 14 gebildet.

1998 Dr. med. Michael Müller (Immunologie im Zentralen Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr Kiel-Kronshagen) tritt als neuer Partner in die Gemeinschaftspraxis ein. Er entwickelt insbesondere die immunologische Diagnostik und die Liquordiagnostik weiter fort.

1999 wird die Praxisgemeinschaft mit dem Facharzt für Humangenetik, Dr. Ernst Krasemann (ehem. Oberarzt des Instituts für Humangenetik der Georg August Universität Göttingen und seit 1996 niedergelassener Kassenarzt in Mainz) gebildet und seit 2001 als fachübergreifende Gemeinschaftspraxis fortgeführt. Herr Dr. Ernst Krasemann erweitert die Praxis um den Bereich der humangenetischen Beratung und entwickelt die diagnostischen Bereiche der humanen Zytogenetik und Molekulargenetik weiter. Die molekulare Zytogenetik wird im Bereich der Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) ausgebaut und zahlreiche molekulargenetische Untersuchungen werden neu etabliert.

1999 bis 2000 Das Labor erhält von der DACH die Akkreditierung nach der Norm DIN EN 45001 für Arzneimittelmikrobiologie sowie für die Lebensmittel- und Bedarfsgegenständemikrobiologie und für Molekularbiologie, Immunologie, Hämatologie, Hämostaseologie, Photometrie, Flammenphotometrie in der Labormedizin. Die Akkreditierung weiterer Bereiche folgt bis 2002. Im Dezember 2002 erhält das Labor die Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17 025.

2000 scheidet Dr. Otto Fenner als Gesellschafter der Gemeinschaftspraxis aus.

2000 wird die Fen-Lab-GmbH zum Nachweis von Infektionserregern in nichthumanmedizinischen Untersuchungsproben gegründet und die ersten Rinderstammhirne auf BSE untersucht. Das dritte BSE-positive Rind der Bundesrepublik Deutschland wird in diesem Labor detektiert mit Bestätigung des Untersuchungsergebnisses durch das Referenzlabor in Tübingen.

2002 beginnt die Kooperation der Gemeinschaftspraxis Dres. Fenner, Bischoff, Müller, Krasemann mit dem bundesweiten Laborverbund für Medizinische Diagnostik von Dr.Limbach

2004 verstirbt als langjähriges Sozietätsmitglied Dr. med. Paul Bischoff im Alter von 83 Jahren.

2007 wechselt Herr Dr. M. Müller innerhalb des Laborverbundes für Medizinische Diagnostik zum Medizinischen Labor Dr. Salefsky, Dr. Müller und Partner, Oldenburg.
Frau Dr. Ines Fenner, Fachärztin für Hygiene und Mikrobiologie (UniversitätLübeck), tritt als Gesellschafterin in das Labor ein.
Herr Dr. Otto Fenner verstirbt als Gründer des Labors im Alter von 85 Jahren.
Die Gemeinschaftspraxis "Labor Dres. Fenner und Partner" wandelt sich zum 1. Juli zum Medizinischen Versorgungszentrum für Laboratoriumsmedizin und Humangenetik "Labor Dr. Fenner und Kollegen" um.
Prof. Dr. Holger-Andreas Elsner Facharzt für Transfusionsmedizin, Labormedizin und Mikrobiologie (Universität Hannover) wird neues Sozietätsmitglied.
Prof. Dr. Jörg Steinmann Facharzt für Laboratoriumsmedizin (Leiter der Immunologie der Uiniversität Kiel) verstärkt als weiterer neuer Kollege das Facharzt-Team als Sozietätspartner

2008 treten Frau Dr. Carmen Lensing, Fachärztin für Transfusionsmedizin und Mikrobiologie (Universitätsklinik Lübeck) der Sozietät bei und leitet mit Frau Dr. Ines Fenner den Fachbereich Mikrobiologie .
Herr Prof. Dr. Herbert Schmitz, vormals Leiter der Abteilung für Virologie des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin, tritt als Facharzt für Laboratoriumsmedizin in die fachärztliche Sozietät ein.

2010 tritt Frau Dr. Eva Otzipka, Fachärztin für Laboratoriumsmedizin, in die Sozietät ein. Das 60-jährige Laborjubiläum wird mit einem Symposium gefeiert.

2012 treten Frau Dr. Silvia Stobbe (Fachärztin für Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie  sowie Herr Dr. Harald Ludwig (Facharzt für Humangenetik) in die Sozietät ein. Herr Prof. Dr. Schmitz geht in den Ruhestand und scheidet aus der Sozietät aus.

2013 erfolgt die Umwandlung des Labors von einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts in eine GmbH. PD Dr. Moritz Hentschke, Facharzt für Mikrobiologie (UKE) tritt der Sozietät bei.

2014  Frau Dr. Ellen Jessen (Fachärztin für Humangenetik) wird weiteres Mitglied der Sozietät. Dr. Harald Ludwig scheidet aus der Sozietät aus.
Die Außenstelle Lüneburg wird unter Leitung von Frau Dr. Stobbe zusammen mit Frau Dr. Lensing und PD Dr. Hentschke am Klinikum Lüneburg zur regionalen Laborversorgung gegründet.

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