Inhibin B

  • Probenmaterial

    1 ml Serum, tiefgefroren

  • Präanalytik

    Blut 20 min nach Entnahme zentrifugieren. Das Serum abpipettieren und einfrieren (-20°C).

  • Probentransport

    gefroren

  • Klinische Indikationen

    Frauen: Abklärung der ovariellen Restfunktion im Rahmen einer Fertilitätstherapie, Tumormarker für Granulosazelltumoren des Ovars.
    Männer: Funktionsmarker der Sertolizellen, Weitere Diagnostik bei Störungen der FSH-Sekretion

  • Methode

    Fremdleistung

  • Notizen

    Inhibin ist ein Polypeptidhormon (32 kD). Es wird in den Granulosazellen des Ovars bei der Frau sowie in den Sertili-Zellen des männlichen Hodens gebildet. Inhibin B hemmt selektiv die Freisetzung von FSH aus der Hypophyse und hat darüber hinaus eine parakrine, lokale Aktivität in den Gonaden.
    Als Tumormarker hat Inhibin eine hohe Sensitivität (> 98 %) und Spezifität für Granulosazelltumoren bei postmenopausalen Frauen bei beidseitiger Ovarektomie.
    Bei Männern zeigt Inhibin valide den Grad der Schädigung des keimbildenden Epithels nach Radiatio des Hodens an und ist hier ein prognostischer Faktor für die anschließende Erholung der Spermatogenese. Die kombinierte Bestimmung von FSH, LH und Inhibin B führt zu einer deutlich verbesserten Einschätzung der Hodenfunktion als die alleinige FSH- und LH-Bestimmung.

  • Akkreditierung

  • Stand